Minarette
Projekte
→ Link zur Spezialseite gegen die Minarettverbots-Initiative
→ Link zur Analyse des Interreligiösen Think-Tanks zur Minarett-Initiative
→ Link zur Internet-Seite SwissMinarett.ch
Bitte besuchen Sie diese interessante neue Website, die nach der Annahme der Minarettverbots-Initiative im letzten November entstanden ist.
SwissMinarett.ch soll als zentrale Plattform für die Solidarisierung mit den Minderheiten in der Schweiz, zur Diskussion und Meinungsäusserung dienen. Ausserdem können auf SwissMinarett.ch auch virtuelle Minarette an beliebigen Orten in der Schweiz gebaut und dazu virtuelle Bausteine erworben werden. Die so gesammelten Spenden gehen an die GMS Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz und werden für weitere Projekte zur Unterstützung und Integration der Minderheiten in unserem Land eingesetzt.
Aufruf für Freiheit und Gleichheit
Die Schweiz ist ein freiheitlicher, demokratischer und solidarischer Rechtsstaat. Ein Land, das mit seiner sprachlichen, kulturellen und religiösen Vielfalt seinen inneren Zusammenhalt bewahrt hat. Die Religionsfreiheit ist in der schweizerischen Verfassung verankert. Seit 160 Jahren besteht in der Schweiz Religionsfriede und dies stellt eine grosse Stärke unseres Landes dar.
Wir treten diesem wie jedem anderen Angriff auf die Errungenschaften einer freiheitlichen und demokratischen Schweiz entschieden entgegen.
Wir rufen alle Mitürgerinnen und Mitbürger auf, einem neuen, gegen eine bestimmte einzelne Religionsgemeinschaft gerichteten Ausnahmeartikel in der Bundesverfassung die erforderliche klare Absage zu erteilen.
Medienmitteilung vom 29. November 2009
Mit Bestürzung haben GMS Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz, GRA Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus, IRAS/COTIS (Interreligiöse Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz) und das Zürcher Lehrhaus (Judentum – Christentum – Islam) die Annahme der Antiminarett-Initiative registriert.
Die vier Organisationen sehen zunächst den Ausdruck von offenbar tief sitzenden Ängsten in weiten Kreisen unserer Stimmbürgerschaft vor den rasanten gesellschaftlichen Veränderungen. Dass ein Symbol des Islam als Kristallisationspunkt für diese Ängste benutzt worden ist, verdanken wir einer gefährlichen und gezielt geschürten Vermischung des Glaubens der Muslime in unserem Land mit den Aktionen radikaler fundamentalistischer Bewegungen. Die Annahme der Initiative bedeutet eine Verletzung der in unserem Land herrschenden Religionsfreiheit und ist deshalb eine gravierende Beschädigung unserer freiheitlichen Verfassung.Der Austausch zwischen der muslimischen Minderheit und der Schweizer Mehrheitsbevölkerung muss verstärkt werden. Die Muslime in der Schweiz haben hinlänglich klar gemacht, dass sie gegen eine Instrumentalisierung der Religion sind und dass sie zur Schweizerischen Rechtsordnung stehen. Das Zusammenleben kann nur dann gelingen, wenn die Schweizer BürgerInnen den freiheitlichen Rechtsstaat und die Menschenrechte achten.
Die Annahme dieser populistischen Initiative führt drastisch vor Augen, dass zahlreiche Ängste und Vorurteile in der Schweizer Bevölkerung vorhanden sind. Um diese abzubauen, braucht es ein gemeinsames Vorgehen von Muslimen und Nicht-Muslimen.


