2009

Fischhof-Preis

 

Foto: Vivianne Berg


Der Fischhof-Preis 2009 an den Rapper Stress und an Robert Huber verliehen

Zürich, 29. Oktober 2009  -  Die GRA (Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus) und die GMS (Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz) haben heute Abend mit der Verlei­hung des diesjährigen Fischhof-Preises im Kongresshaus Zürich zwei Persönlichkeiten, Robert Huber und der Rapper Stress, geehrt, die sich über Jahre für die Rechte von Minderheiten und im Einsatz gegen Rassismus und politischen Extremismus verdient gemacht haben.  

Die GRA (Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus) und die GMS (Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz) haben am 29. Oktober 2009 den diesjährigen, mit insgesamt CHF 50'000.-- dotierten  Fischhof-Preis an Robert Huber, Präsident der Radgenossenschaft der Landstrasse, und an den Schweizer Musiker Stress verliehen. Damit sind dieses Jahr zwei Persönlich­keiten geehrt worden, die sich auf sehr verschiedene Weise für die Rechte von Minderheiten, für Toleranz und Respekt, wie auch gegen Rassismus, Extremismus und Aus­grenzung verdient gemacht haben.

Die Festansprache unter dem Titel "Ausländer als Chance" (siehe Attachments auf dieser Seite) hat Nationalrätin Dr. Kathrin Amacker-Amann gehalten und auf die Chancen hingewiesen, welche Ausländer für unser Land darstellen. Die Laudatio für Robert Huber hat Dr. Claudia Kaufmann, Ombudsfrau der Stadt Zürich, gehalten und dabei seine Verdienste als Brückenbauer herausgestrichen. Peter Rothenbühler, Stv. Verlagsdirektor von Edipresse Publications, war der Laudator für Stress.

Ronnie Bernheim, Präsident der GRA, erklärt: "Die 10. Preisverleihung des Fischhof-Preises ehrt den Musiker Stress, weil dieser mit seinem Engagement die Jugend dazu animiert, sich aktiv an der politischen und gesellschaftlichen Gestaltung unseres Landes zu beteiligen." Dr. Giusep Nay, Präsident der GMS und ehemaliger Bundesgerichtspräsident, fügt zur Preisverleihung an Robert Huber an, dass der diesjährige Fischhof-Preis das Lebenswerk eines in der Schweiz den Eltern entrissenen Kindes der Landstrasse ehrt, welches sich den Einsatz für ein besseres Leben der Fahrenden in der Schweiz zur Lebensaufgabe gemacht hat.

Stress - mit bürgerlichem Namen Andres Andrekson -  ist einer der erfolgreichsten Schweizer Musiker und als Rapper über die Landesgrenzen hinaus bekannt. In den Liedern des gebürtigen Estländers, der als 12-Jähriger in die Schweiz kam, kommen immer wieder klare Botschaften gegen jegliche Form von Rassismus und politischen Extremismus zum Ausdruck.

Robert Huber hat sich in seiner 25-jährigen Arbeit als Präsident der Radgenossenschaft der Landstrasse unermüdlich für die Verteidigung der Kultur und des Existenzrechts der lange be­drängten nationalen Minderheit der Jenischen und Fahrenden eingesetzt. Robert Huber hat als einst in der Schweiz verfolgtes und versorgtes „Kind der Landstrasse“ einen eindrücklichen Weg bis zum Sprecher des Fahrenden Volkes beschritten. Mit ihm bekamen die Fahrenden einen auch behördlich geachteten Brückenbauer.

  

Fotos: Vivianne Berg 


 
 

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