Fischhof-Preis

Fischhof-Preis

Ensemen cun la Fundaziun GRA surdat la SMS mintga dus onns il premi da Nanny ed Erich Fischhof a persunalitads u ad instituziuns per lur engaschament cunter il rassissem e l`antisemitissem en Svizra.


Frau Nanny Fischhof-Barth stiftete den Preis im Andenken an ihren Mann Erich Fischhof, der als Flüchtling in der Schweiz eine Heimat fand, nachdem er als Kind in Österreich unter Antisemitismus und nazistischen Repressionen gelitten hatte. Seine Eltern kamen in Konzentrationslagern um. Der Preis ist aber auch eine Erinnerung an Frau Fischhofs Schwester, die nach der Heirat mit einem Belgier vor dem Zweiten Weltkrieg die Schweizer Staatsbürgerschaft verlor und trotz dringender Appelle an die damaligen Bundesbehörden nicht mehr in die Schweiz einreisen durfte, den Deutschen ausgeliefert und umgebracht wurde. Es ist der Wunsch von Frau Fischhof-Barth, dass mit dem "Fischhof-Preis" Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die in vorbildlicher Weise ihre Stimme gegen Rassismus, Antisemitismus und jegliche Form von Diskriminierung erheben.

Erich Fischhof wurde am 3. September 1913 in Wien geboren und starb im März 1988 in Zürich. Am Konservatorium in Wien zum Konzert- und Opernsänger und Schauspieler ausgebildet, floh er 1938 vor den Nazis in die Schweiz. 1941 erstes Engagement am Stadttheater Luzern. 1942 - 1975 Mitglied des Ensembles am Stadttheater Bern. Ab 1971 in Zürich wohnhaft, wo er auch als Gesangslehrer und Maler tätig war.

Nanny Fischhof-Barth, geboren am 25. Mai 1901 in Zürich, wurde an der Schule für Soziale Arbeit in Luzern als Sozialarbeiterin diplomiert. 1944 Heirat mit Erich Fischhof. Segensreiche fürsorgerische Tätigkeit an der Jüdischen Gemeinde in Bern. Während 25 Jahren Leitung der Seniorengruppe des Frauenvereins der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich. Nanny Fischhof-Barth war eine Persönlichkeit, die ihre Türe niemandem verschloss, der Hilfe suchte. Sie verstarb am 5. August 1997

 

 
 

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