Die Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz (GMS) ist ein politisch unabhängiger und überkonfessioneller Verein mit breit gefächerten Aktivitäten, der sich für die Rechte und den Schutz von Minderheiten einsetzt.
Medienmitteilung: GMS und GRA lehnen die fremdenfeindliche Chaos-Initiative ab.
Die Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz (GMS) und die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) und die lehnen die Chaos-Initiative ab, weil sie fremdenfeindlich ist und die humanitäre Tradition der Schweiz missachtet. Aus diesen Gründen empfehlen GMS und GRA entschieden ein Nein zu dieser Initiative.
Dr. Stefan Schlegel, Leiter der Schweizerischen Menschenrechtsinstitution SMRI, spricht über die Rolle nationaler Menschenrechtsinstitutionen und die Implementierung menschenrechtlicher Standards auf allen föderalen Ebenen.
Menschenrechte in der Schweiz
Im Unterschied zu den meisten anderen europäischen Staaten verfügt die Schweiz erst seit ganz kurzem über eine nationale Menschenrechtsinstitution. Deren Direktor, Stefan Schlegel, erklärt zunächst allgemein und dann mit einem Fokus auf die Rechte von Fahrenden in der Schweiz, und insbesondere in Bezug auf die Frage von Standplätzen, wie nationale Menschenrechtsinstitutionen zu Gunsten der Menschenrechte intervenieren können.
Wann: am 20. Mai um 19:45 Uhr Wo: Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, 8001 Zürich
Einlass und Apéro: kostenlos
«Zwischen Dialog und Gesellschaftlicher Verantwortung» – Ein Interview mit Rabbiner Dr. phil. Jehoschua Ahrens
Im neuen GMS-Standpunkt spricht Rabbiner Dr. phil. Jehoschua Ahrens über interreligiösen Dialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Seit 2023 wirkt Ahrens als Gemeinderabbiner der Jüdischen Gemeinde Bern und betreut zusätzlich die Gemeinde Biel. Im Interview betont er die Wichtigkeit von Dialog, und, dass Vielfalt eine Bereicherung für die Gesellschaft darstelle. Er weist jedoch auch darauf hin, dass Minderheiten stärker in Führungsstrukturen eingebunden werden sollten. Mit Blick auf Antisemitismus fordert Ahrens mehr Sensibilität im politischen und gesellschaftlichen Umgang sowie eine konsequentere Einordnung. «Druck von aussen kann dazu führen, dass sich Menschen zurückziehen.» sagt Ahrens und erklärt: «In unserer Gemeinde erlebe ich: Die Gemeinde wird als ein geschützter Raum wahrgenommen, in dem jüdische Identität gelebt werden kann.»
Das vollständige Interview finden Sie hier: Standpunkte
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11.07.2025
Die GMS engagiert sich im Trägerverein des Schweizer Memorials
Was ist das Schweizer Memorial für die Opfer des Nationalsozialismus?
Mit dem Schweizer Memorial wird den unterschiedlichsten Opfern des Nationalsozialismus gedenkt. Es versteht sich als Erinnerungsort, Vermittlungsort und Netzwerk in einem.
Seit der Bundesrat im April 2023 entschieden hat, einen Erinnerungsort mit 2,5 Millionen Franken zu errichten, haben, unter Federführung des Eidgenössische Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), Vertreter:innen der Stadt Bern, des Schweizerisches Israelitischen Gemeindebunds (SIG) und des Archivs für Zeitgeschichte (AfZ) der ETH Zürich in Zusammenarbeit mit Fachpersonen intensiv am Projekt gearbeitet und dessen Strukturen aufgebaut und gefestigt.
Der Erinnerungsort ist heute auf der Casinoterrasse in Bern geplant, das «Vermittlungszentrum Flucht» in Diepoldsau.
Ein Trägerverein für das Schweizer Memorial
Seit 2025 gibt es neben des Netzwerkvereins auch den Trägerverein. Ihm obliegt die langfristige Verantwortung für den Erinnerungsort in Bern – insbesondere für dessen Betrieb, Pflege, Sicherheit und dessen Weiterentwicklung. Später kann der Trägerverein eine entsprechen Rolle für das geplante «Vermittlungszentrum Flucht» im St. Galler Rheintal übernehmen. Der Verein versteht sich als Bindeglied zwischen Zivilgesellschaft, Fachwelt und Behörden. Neben dem SIG und dem AfZ ist auch die GMS Mitgründerin des Trägervereins.
Die GMS engagiert sich für ein inklusives, zukunftsgerichtetes Gedenken und bringt ihre
Perspektive auf Minderheitenrechte und Erinnerungskultur ein.
Medienmitteilung: GMS und GRA lehnen die fremdenfeindliche Chaos-Initiative ab.
Die Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz (GMS) und die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) und die lehnen die Chaos-Initiative ab, weil sie fremdenfeindlich ist und die humanitäre Tradition der Schweiz missachtet. Aus diesen Gründen empfehlen GMS und GRA entschieden ein Nein zu dieser Initiative.